Die letzten Tage der Ceausescus

Reenactment, Film und Buch

 

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung des Ehepaars Ceausescu am ersten Weihnachtstag 1989 haben sich als eines der mythischen Ereignisse der Weltgeschichte ins kollektive Unbewusste mehrerer Generationen von Fernsehzuschauern gebrannt. Im Winter 2009/10 brachte das IIPM dieses Urereignis der Wende mit 16 Schauspielern in rumänischer Sprache auf zahlreiche Bühnen Rumäniens, Deutschlands und der Schweiz. Auf Grundlage von authentischen Videodokumenten und Zeugenberichten wurde der letzte und berühmteste Schauprozess der europäischen Geschichte in originalgetreu nachgebauten Kulissen reinszeniert. “Wirklichkeit und Theater – hier sind sie nicht mehr auseinanderzuhalten”, urteilte das “ARD Mittagsmagazin”, “ein Theaterereignis von Shakespeareschem Zuschnitt”, hiess es in “Le Monde”.   Doch neben dem internationalen Presseecho und der Nominierung zum Berliner Theatertreffen hatte “Die letzten Tage der Ceausescus” einen Prozess des letzten lebenden Sohnes des Diktatorenpaars gegen das Institut zur Folge. Eine breite Diskussion über die Freiheit der Kunst und den Umgang mit Geschichte nahm ihren Anfang, die bis heute an Intensität nicht abgenommen hat. “’Die letzten Tage der Ceausescus’ ist ein erster Schritt der rumänischen Gesellschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen”, hiess es in der Wochenzeitung Revista 22. Nach einer Einladung ans Festival d‘Avignon 2010 und Projektionen in zahlreichen Städten der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs wurde die parallel zur Theaterinszenierung erarbeite Filmdokumentation zum „Prix de Soleure 2011“, dem Hauptpreis der Solothurner Filmtage nominiert – für seinen „ausgeprägten Humanismus“ (Begründung der Auswahlkommission). Weitere Einladungen folgten, u. a. ans Festival „Politik im Freien Theater 2011“.

 

Idee, Buch und Künstlerische Leitung Milo Rau Inszenierung Theater Milo Rau und Simone Eisenring Produktion und Dramaturgie Jens Dietrich Filmregie Marcel Bächtiger und Milo Rau Mit Victoria Cocias, Constantin Cojocaru, Constantin Draganescu, Alexandru Mihaescu, Eugen Cristian Motriuc, Mircea Rusu Und der Mitwirkung von Cezar Grumazescu, Ionut Moldoveanu, Vlad Chiriac, Hans Jurczyk, Thomas Weppel, Milos Kostic, Kristian Wanzl, Nikolaus Schneider, Robin Kulisch   Recherche Milo Rau und Jens Dietrich Bühne und Kostüme Anton Lukas und Silvie Naunheim Regieassistenz Andreea Chiselev Bühnenbildassistenz Adrian Cristea Casting Florentina Bratfanof, Paula Redlefsen und Eva- Maria Bertschy Fachberatung Thomas Kunze, Andrei Ujica und Daniel Ursprung Beratung Recherche Florin Sari Kamera Mika Lanz Ton Garip Oezdem Schnitt und Tondesign Marcel Bächtiger Öffentlichkeitsarbeit Yven Augustin Corporate Design Nina Wolters

IIPM Berlin/Zürich in Koproduktion mit Migros-Kulturprozent Schweiz, KG Botschafter Berlin, Hebbel am Ufer Berlin (HAU), Schlachthaus Theater Bern, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Südpol Luzern, Teatrul Odeon Bukarest, NFP Berlin und Langfilm Zürich.

Unterstützt durch Hauptstadtkulturfonds Berlin, Migros-Kulturprozent Schweiz, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Kulturstiftung St.Gallen, Ernst Göhner Stiftung, Kanton Luzern, Schering Stiftung Berlin, Stadt und Kanton Bern, Rumänisches Kulturinstitut Berlin, GGG Basel, Deutsche Botschaft Bukarest, Schweizer Botschaft Bukarest, Konrad Adenauer Stiftung, Goetheinstitut Bukarest, Osteuropainstitut der Universität Zürich, Europe is East, ARD Erstes Deutsches Fernsehen – Studio Wien.

 

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