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Hate Radio
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Hätte man ein einfaches und wirkungsvolles Ziel gesucht, um den Genozid in Ruanda zu verhindern, schrieb der US-amerikanische Journalist Philip Gourevitch, wäre der Radiosender RTLM ein guter Anfang gewesen. Mit unbeschreiblichem Zynismus hatten die Mitarbeiter des populären Senders den Völkermord seit Monaten wie eine Werbekampagne vorbereitet. Das Programm bestand aus Pop-Musik, packenden Sportreportagen, politischen Pamphleten und an Verachtung nicht zu überbietenden Mordaufrufen.
Die Grooves der neuesten kongolesischen Bands und aggressivste Rassenkunde vereinten sich hier auf wenigen Quadratmetern zu einem düsteren Laboratorium rassistischer Ideologie. Das Projekt “Hate Radio” lässt RTLM in originalgetreu nachgebauten Kulissen wieder live auf Sendung gehen – auf der Bühne stehen Überlebende des Genozids.
Mit: Afazali Dewaele, Sébastien Foucault, Estelle Marion, Nancy Nkusi, Diogène Ntarindwa und Dorcy Rugamba und den Stimmen von Thomas Bading und Sven Tjaben
Buch & Regie: Milo Rau
Dramaturgie & Conceptual Management: Jens Dietrich
Bühnenbild & Ausstattung: Anton Lukas
Video: Marcel Bächtiger
Ton: Jens Baudisch
Produktionsleitung und Dramaturgie: Milena Kipfmüller Öffentlichkeitsarbeit: Yven Augustin Recherche: Milo Rau, Jens Dietrich, Eva-Maria Bertschy Regieassistenz: Mascha Eucher-Martinez Beratung Tondesign: Peter Göhler Corporate Design: Nina Wolters Web-Design: Jonas Weissbrodt Projektdokumentation: Lennart Laberenz (Film) & Daniel Seiffert (Foto- grafie) Fachberatung: Marie-Soleil Frère, Assumpta Muginareza & Simone Schlindwein Begleitprogramm Bregenz: Eva Birkenstock Begleitprogramm Zürich: Hayat Erdogan Begleitprogramm Bern & wissenschaftliche Mitarbeit: Eva Bertschy Begleitprogramm Basel: Rolf Bossart Casting Brüssel/Genf: Sebastiâo Tadzio Casting Kigali: Didacienne Nibagwire PR Kigali: Flora Kaitesi
Eine Koproduktion des IIPM Berlin/Zürich mit Migros-Kulturprozent Schweiz, Kunsthaus Bregenz, Hebbel am Ufer (HAU) Berlin, Schlachthaus Theater Bern, Beursschouwburg Brüssel, migros mu- seum Zürich, Kaserne Basel, Südpol Luzern, Verbrecher Verlag Berlin, Kigali Genocide Memorial Centre und Ishyo Arts Centre Kigali.
Mit der Unterstützung von Hauptstadtkulturfonds (HKF), Migros-Kulturprozent Schweiz, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Stiftung Kulturelles Basel-Land, Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern, Amt für Kultur St. Gallen, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Alfred Toepfer Stiftung F. V. S., GGG Basel, Goethe-Institut Brüssel, Goethe-Institut Johannesburg, Brussels Airlines, Spacial Solutions, Commission Nationale de Lutte contre le Génocide (CNLG), Deutscher Entwicklungsdienst (DED), Contact FM Kigali, IBUKA Rwanda (Dachorganisation der Opferverbände des Genozids in Ruanda), Hochschule der Künste Bern (HKB).



