DIE ENTHÜLLUNG DES REALEN

MILO RAU UND DAS INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER

2013 / Verlag Theater der Zeit Berlin

Hg. von Rolf Bossart

Milo Raus Theaterstücke, Filme und Performances sorgen immer wieder für Aufsehen. Begleitet von theoretischen, aber auch mal handgreiflichen Debatten bis zu veritablen Prozessen rühren sie an neuralgische Punkte des gesellschaftlichen Selbstverständnisses. Das Echo in der Presse ist denn auch sehr vielschichtig. „Liebhaber der Skandale“ („La Vanguardia“), „Fänger des Realen“ („taz“), „Sozialer Plastiker“ („La Libération“) oder „Theatererneuerer“ („Der Spiegel“) sind Bezeichnungen, mit denen die Arbeit des Schweizer Regisseurs zu fassen versucht wird.

Die Arbeitsweise Milo Raus nimmt wohl im aktuellen europäischen Theaterschaffen eine Ausnahmeposition ein. „Die Enthüllung des Realen“ entfaltet in Gesprächen, Manifesten und Essays ein offensives und variables Denken, das hinter Raus Projekten steht. Ergänzend dazu finden sich Beiträge aus unterschiedlichster Perspektive u. a. von Alexander Kluge, Heinz Bude, Christine Wahl und Sandra Umathum. Somit enthüllt dieses Buch Stück für Stück den Neuen Realismus von Milo Raus Theater, der nebenbei auch ein fröhlicher Abschied von der Postmoderne ist.

 

„In Essays und Gesprächen, etwa mit Alexander Kluge, dem Soziologen Heinz Bude, dem Philosophen Robert Pfaller oder dem Herausgeber Rolf Bossart, in nachgedruckten Kritiken und Artikeln von Rau selbst, spiegelt sich die Wirkkraft seiner Kunst: Sie fordert zur Widerrede, also zum Denken heraus.“ (NZZ)

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