Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


Ein „politisches Passionspiel“ (Variety), das „kraftvoll und spannend“ (Cineuropa) die Bibel ins Heute bringt:  der am Filmfestival in Venedig von Presse und Publikum gefeierte neue Milo-Rau-Film „Das Neue Evangelium“ läuft ab diesem Sonntag im offiziellen Wettbewerb der Amsterdamer IDFA und kommt ab dem 17. Dezember in die deutschen Kinos. „Teils aktivistischer Dokumentarfilm, teils fiktionaler Bibelfilm, […]


preview

Kinostart trotz Lockdown – Milo Raus Jesus-Film läuft am IDFA Amsterdam und kommt dank revolutionärer Verleihstrategie in die deutschen Kinos

Ein „politisches Passionspiel“ (Variety), das „kraftvoll und spannend“ (Cineuropa) die Bibel ins Heute bringt:  der am Filmfestival in Venedig von Presse und Publikum gefeierte neue Milo-Rau-Film „Das Neue Evangelium“ läuft ab diesem Sonntag im offiziellen Wettbewerb der Amsterdamer IDFA und kommt ab dem 17. Dezember in die deutschen Kinos. „Teils aktivistischer Dokumentarfilm, teils fiktionaler Bibelfilm, teils Meditation übers Filmemachen“ (New York Times) bringt dieses „filmische Meisterwerk“ (Port au Prince) einen „schwarzen Jesus ins Land des sehr weißen Vaticans“ (Filmmaker).

 

„Ziel war es, den ursprünglichen Geist der Bibel neu zu verfilmen“, erklärt Milo Rau in einem ausführlichen Video-Interview. In der Rolle von Jesus ist der kamerunische Aktivist Yvan Sagnet zu sehen. Der kürzlich verstorbene Enrique Irazoqui, der in Pasolinis Film „Das Evangelium nach Matthäus“ die Hauptrolle spielte, steht als Johannes der Täufer in seiner letzten Rolle vor der Kamera.

 

Trailer hier.

 

Kinostart trotz Lockdown: Der Filmverleih Port au Prince Pictures hat ergänzend zum physischen Start des „Neuen Evangeliums“ eine an COVID-19 angepasste Auswertungsstrategie entwickelt: eine völlig neuartige digitale Kinoauswertung bereits ab dem 27. Dezember, bei der die Kinos direkt an den Streaming-Umsätzen beteiligt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Bereits heute Donnerstag startet die zweite Staffel des von Milo Rau und dem NTGent gemeinsam mit dem IIPM, der Akademie der Künste, medico international und der Bundeskulturstiftung organisierten Online-Debattenformats „School of Resistance“. In der unterdessen 10. Ausgabe „Speaking the Truth is not a crime“ diskutieren der türkische Autor und Ex-Journalist Ece Temelkuran zusammen mit dem ehemaligen Drohnenprogrammierer und Whistleblower Cian Westmoreland und der internationalen Menschenrechtsanwältin Renata Ávila.


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


SCHOOL OF RESISTANCE: WAURM THEATER? EIN GESPRÄCH ZWISCHEN NORA CHIPAUMIRE UND CHANTAL MOUFFE   Die vierte Episode der School of Resistance beginnt mit einer besonderen Rede: Ausgehend von den 100 Beiträgen des Buches „Warum Theater?“ entsteht eine globale Polyphonie künstlerischer Stimmen, die sich mit Nachdruck für das Theater in der Krise einsetzt. Im Anschluss an […]


preview

Warum Theater?

SCHOOL OF RESISTANCE: WAURM THEATER? EIN GESPRÄCH ZWISCHEN NORA CHIPAUMIRE UND CHANTAL MOUFFE

 

Die vierte Episode der School of Resistance beginnt mit einer besonderen Rede: Ausgehend von den 100 Beiträgen des Buches „Warum Theater?“ entsteht eine globale Polyphonie künstlerischer Stimmen, die sich mit Nachdruck für das Theater in der Krise einsetzt. Im Anschluss an die Rede führen die Performance-Künstlerin Nora Chipaumire und die politische Theoretikerin Chantal Mouffe ein Gespräch zur Lage der darstellenden Künste im Jahr 2020.

 

Nora Chipaumire ist eine in Simbabwe geborene Choreografin und Performerin, die zur Zeit in New York lebt. Mit ihrer Arbeit hinterfragt und verarbeitet sie Stereotypen über Afrika und den schwarzen Körper des Performers. Sie ist Guggenheim-Stipendiatin (2018) und dreimalige Bessie-Preisträgerin.

 

Chantal Mouffe ist eine belgische politische Philosophin, die vor allem für ihre agonistische Theorie zur Demokratie bekannt ist und derzeit an der University of Westminster in London lehrt. Ihr letztes Buch „For a Left Populism“ wurde 2018 bei Verso veröffentlicht.

 

School of Resistance: Warum Theater? Do., 3. Sept., um 18.30 Uhr ETC online auf ntgent.be oder facebook.

 

 

WARUM THEATER? MILO RAU & VERBRECHER VERLAG

 

Seit zwei Jahren veröffentlichen Milo Rau gemeinsam mit dem NTGent und dem Berliner Verbrecher Verlag die Reihe The Golden Books: Bücher zur Theorie und Praxis der zeitgenössischen darstellenden Künste, zu einzelnen Stücken und allgemeinen gesellschaftlichen Fragen. Für den fünften Band stellten Milo Rau, Kaatje De Geest und Carmen Hornbostel über 100 der einflussreichsten Künstler*innen und Intellektuellen der Welt die Frage: Warum Theater?

 

Warum ist diese Kunstform so einzigartig, so unentbehrlich? Vom klassischen Theater bis zur Performancekunst und zum Tanz, vom Aktivismus bis zum politischen Theater und der Performativität des Alltagslebens schickten Autor*innen von allen Kontinenten und Generationen kurze Essays, Erinnerungen, Manifeste, Briefe: 100 Stimmen zum Stand der darstellenden Künste 2020. Eine Enzyklopädie des Theaters für diese und für jede Zeit.

 

Why Theatre? Golden Boocks V
Herausgegeben von NTGent (Kaatje De Geest, Carmen Hornbostel & Milo Rau)
380 Seiten, 16 €
Erscheint am  30.09.2020

 

 

„ORESTES IN MOSUL. THE MAKING OF“ AM NIEDERLÄNDISCHEN THEATERFESTIVAL UND „DAS NEUE EVANGELIUM“ AM FILMFESTIVAL VENEDIG

 

Heute Donnerstag, 3. September, eröffnet Milo Rau mit einer Rede das Niederländische Theaterfestival. Ebenfalls anlässlich der Eröffnung findet die Premiere von „Orestes in Mosul. The Making Of“ (Regie: Daniel Demoustier) statt, der die Recherchereisen, Proben und Aufführungen von Raus „Orest in Mosul“ nachzeichnet.

 

Mit dem von der internationalen Presse gefeierten und u. a. auch zum deutschen Theatertreffen nominierten „Orest in Mossul“ „schuf Milo Rau eines seiner vielleicht wichtigsten Werke“ (Jury des niederländischen Theatertreffens). „Kann eine griechische Tragödie dazu beitragen, eine zerstörte Stadt zu heilen?“, fragte sich die New York Times anläßlich der Proben von „Orest in Mossul“. Es ist eine der Fragen, die in Mossul heftig debattiert wurde – und im Zentrum von Demoustiers Film stehen.

 

Nur drei Tage später, am Samstag 6. September, feiert Milo Raus lange erwarteter Jesusfilm „Das neue Evangelium“ bei den Filmfestspielen von Venedig seine italienische Premiere (Koproduktion IIPM, Fruitmarket GmbH, Langfilm).


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


Was bleibt, was zählt am Ende des Lebens? Heute Abend (19.08.) um 19.30 Uhr feiert nach Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ und Peter Handkes „Zdenek Adamec“ als dritte und letzte Schauspielpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele „Everywoman“ von Milo Rau und Ursina Lardi Premiere. Ausgehend vom allegorischen Lehrstück „Jedermann“ über das richtige Leben und die Erlösung im […]


preview

„Einen Raum der Sanftmut erschaffen“: „Everywoman“ und „Das Neue Evangelium“ haben in Salzburg und Venedig Premeiere

Was bleibt, was zählt am Ende des Lebens? Heute Abend (19.08.) um 19.30 Uhr feiert nach Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ und Peter Handkes „Zdenek Adamec“ als dritte und letzte Schauspielpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele „Everywoman“ von Milo Rau und Ursina Lardi Premiere. Ausgehend vom allegorischen Lehrstück „Jedermann“ über das richtige Leben und die Erlösung im Glauben ist es ein intimes Gespräch über das Vergangene und das Bevorstehende, das Leben, den Tod, die Einsamkeit und die Gemeinschaft. Was ist das – der Tod? Warum diese extreme Prüfung – allein? Was könnte eine humane, eine künstlerische Antwort sein auf den Skandal unser aller Sterblichkeit?

 
Nach „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“, wofür Milo Rau und Ursina Lardi gemeinsam in den Kongo reisten, und der Produktion „Lenin“, in der sie anhand der letzten Wochen des russischen Revolutionärs die Utopien des 20. Jahrhunderts einer intensiven Befragung unterzogen, begeben sich Rau und „die unvergleichliche Ursina Lardi“ (Die Zeit) für „Everywoman“ auf eine existenzielle Recherche ins Herz der Einsamkeit unserer Zeit. „Aber „Everywoman“ weist weit über das individuelle Schicksal hinaus, der Monolog steigert sich zunehmend in eine furiose Weltanklage“, so die Wiener Zeitung in einem Vorabbericht über den Abend, der Live-Performance und Video verwebt (Dramaturgie: Carmen Hornbostel; Bühne: Anton Lukas; Video: Moritz von Dungern; Musik: Jens Baudisch).

 
„In ‚Everywoman‘ geht es um etwas sehr Simples: einen Raum der Konzentration, der Sanftmut zu schaffen. Auf einen einzigen Menschen zu schauen und zu verstehen: die existiert, so wie ich existiere. Und zu fragen: Warum setzen wir nicht all unsere Kraft daran, genau solche Räume zu finden, in ihnen gemeinsam zu leben?“, so Milo Rau in der Pressemappe zum Stück. Leider sind alle Vorstellungen in Salzburg bereits ausverkauft, es gibt aber noch Karten für die Vorstellungen an der Berliner Schaubühne (ab 15. Oktober) oder am NTGent (ab 27. November). Wir freuen uns, Sie an einem der Spielorte begrüßen zu dürfen!

 
„Unsere Lebensweise ist die soziale Skulptur eines tragischen Versagens“, schreibt Milo Rau in der heutigen Ausgabe des Standard, und fährt fort: „Alles, alles muss anders werden.“ Bereits zweieinhalb Wochen nach der Salzburger Uraufführung wenden sich Rau und sein Team dem vielleicht wirkmächtigsten spirituellen Revolutionär der Menschheitsgeschichte zu: mit dem „Neuen Evangelium“ feiert am 6. September an den Filmfestspielen von Venedig Raus radikale Neuinterpretation des Neuen Testaments Premiere, in der Hauptrolle als Jesus ist der kamerunische Aktivist Yvan Sagnet zu sehen. Eine umfangreiche Pressemappe zu dem in Süditalien gedrehten Film (Produktion Fruitmarket, Langfilm, IIPM) und seinen Hintergründen finden Sie unter diesem Link.


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


„Milo Rau will das Theater komplett neu denken“, schrieb die Tageszeitung De Morgen, als der künstlerische Leiter des NTGent Anfang Juni das Programm für die Saison 2020/21 bekannt gab. „Stell alles in Frage“, heisst es in dem multimedialen Programm, in dem Rau und sein Team die vor zwei Jahren begonnene Neuerfindung des Stadttheaters auf eine […]


preview

„Das Theater komplett neu denken“ – eine „Everywoman“, drei Kinofilme und eine Theaterenzyklopädie: Das wird unser Herbst 2020 sein!

„Milo Rau will das Theater komplett neu denken“, schrieb die Tageszeitung De Morgen, als der künstlerische Leiter des NTGent Anfang Juni das Programm für die Saison 2020/21 bekannt gab. „Stell alles in Frage“, heisst es in dem multimedialen Programm, in dem Rau und sein Team die vor zwei Jahren begonnene Neuerfindung des Stadttheaters auf eine ästhetisch komplett neue Stufe heben wollen, gemeinsam mit Künstler*innen wie Luanda Casella, Lara Staal, Luk Perceval, Monster Truck, Angelica Liddell, Mokhallad Rasem, Peeping Tom oder Picho Womba Konga – Eröffnung ist am 1. Oktober.

 

Bereits in 6 Wochen feiert ein Theatermonolog Premiere, den Rau aktuell mit der Schauspielerin Ursina Lardi erarbeitet. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele befragen die Schaubühnen-Darstellerin Ursina Lardi und Rau, die bereits für „Mitleid“ (2016) und „Lenin“ (2017) zusammengearbeitet haben, den Hofmannsthal’schen Klassiker für heute: „Everywoman“ (Produktion Schaubühne Berlin / Salzburger Festspiele) ist eine Performance über das ganz normale Leben, die schreckliche Plötzlichkeit des Todes und die solidarische Kraft der Kunst – Premiere ist am 19. August in Salzburg, ab dem 15. Oktober in Berlin an der Schaubühne und ab 27. November am NTGent!

 

Ebenfalls in wenigen Wochen kommen gleich mehrere Filme von Milo Rau ins Kino. Die von der internationalen Presse genauso für ihre explizite Darstellung eines Familienselbstmords kritisierte wie als „seelenvolle Hymne aufs Leben“ (The Guardian) gefeierte und gleich von mehreren Kritiker-Jurys zu den Best-Of der vergangenen Saison gewählte Produktion „Familie“ wird zum Film und ist ab Anfang September in belgischen Kinos und ausgewählten Theatern zu sehen. Auch in der Endfertigung befindet sich Milo Raus Neuverfilmung des Neuen Testaments, welchen das IIPM gemeinsam mit seinen langjährigen Koproduzenten Fruitmarket GmbH und Langfilm Zürich seit vergangenem Jahr entwickelt: „Das Neue Evangelium“ – an der Seite von Maia Morgenstern, Enrique Irazoqui und Marcello Fonte ist darin der Aktivist Yvan Sagnet als erster schwarzer Jesus der europäischen Filmgeschichte zu sehen.

 

Doch damit nicht genug: Wie heute Donnerstag (09.07.2020) bekannt wurde, wird die bereits zum Berliner Theatertreffen nominierte Produktion „Orest in Mossul“ das niederländische Theaterfestival als eine der 9 besten Performances  des vergangenen Jahres eröffnen. „Es ist eine der vielleicht wichtigsten Produktionen von Milo Rau“, so die Jury, „genauso interessant wie herzzerreißend.“ Anlässlich der Eröffnung des Theaterfestivals wird zum ersten Mal ein Dokumentarfilm über die umstrittene Produktion zu sehen sein: „Orestes in Mosul – The Making Of“ (Regie: Daniel Demoustier), der anschließend ebenfalls in ausgewählten Kinos und Theatern gezeigt wird.

 

Auch die Proben zum abschließenden Teil von Raus Antiken-Trilogie „Antigone im Amazonas“ werden im Herbst wieder aufgenommen. Die Rede „Dieser Wahnsinn muss aufhören“, mit der die Antigone-Darstellerin Kay Sara die Wiener Festwochen und zugleich die Streaming-Reihe „School of Resistance“ im Mai eröffnet hatte, wurde bereits in über 10 Sprachen übersetzt und ging in den sozialen Netzwerken viral.

 

Ein Auszug aus Kay Saras Rede wird auch in dem vielleicht verrücktesten Gemeinschaftsprojekt des IIPM, des NTGent und des Berliner Verbrecher Verlags zu lesen sein: dem Buch „Why Theatre?“ (hg. von Kaatje de Geest, Carmen Hornbostel und Milo Rau), das 100 der einflussreichsten Künstler*innen und Intellektuellen der Welt genau diese Frage stellt. Eine Enzyklopädie zum Zustand des Theaters mit Beiträgen u. a. von Tania Bruguera, Nora Chipaumire, Chto Delat, Extinction Rebellion, Susanne Kennedy, Angélica Liddell, Édouard Louis, Rabih Mroué, Toshiki Okada, Alain Platel, René Pollesch, Tiago Rodrigues, Kirill Srebrennikov, Miet Warlop und vielen, vielen anderen.


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


  Donnerstag, 28. Mai Live Online um 17:00 Uhr MEZ DIE WELT WIEDER BEWOHNBAR MACHEN Klima, Wirtschaft und Protest im globalen Süden Ein Dialog mit Vandana Shiva (Indien) und Vanessa Nakate (Uganda) Gastgeber: Lara Staal & Milo Rau   Live-Streaming auf den Plattformen aller Partner: https://www.facebook.com/iipmmilorau/   Angesichts der Tatsache, dass die größten Schadstoffverursacher der […]


preview

Zweite Episode der „School of Resistance“: Die Welt wieder bewohnbar machen

 

Donnerstag, 28. Mai

Live Online um 17:00 Uhr MEZ

DIE WELT WIEDER BEWOHNBAR MACHEN

Klima, Wirtschaft und Protest im globalen Süden

Ein Dialog mit Vandana Shiva (Indien) und Vanessa Nakate (Uganda)
Gastgeber: Lara Staal & Milo Rau

 

Live-Streaming auf den Plattformen aller Partner:
https://www.facebook.com/iipmmilorau/

 

Angesichts der Tatsache, dass die größten Schadstoffverursacher der Welt die meisten ihrer Industrien schließen und ihren Verbrauch an fossilen Brennstoffen reduzieren, ist unser ökologischer Fußabdruck rapide um einen beträchtlichen Anteil gesunken. Aber ob die Umwelt letztendlich von der heutigen Krise profitieren wird oder nicht, ist alles andere als eine Gewissheit. Wichtige Klimakonferenzen und -verhandlungen, die in den nächsten Monaten stattfinden sollten, werden abgesagt, und das Mantra „Wirtschaft zuerst“ könnte die Klimabedenken in den Köpfen der Öffentlichkeit und der politisch Verantwortlichen ersetzen. Und was ist mit jenen Ländern, die am wenigsten von unserer Wirtschaft mit fossilen Brennstoffen profitieren, aber bereits heute von den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind?

 

In der zweiten Episode der School of Resistance wird die indische Wissenschaftlerin und Umweltschützerin Vandana Shiva zusammen mit der Gründerin von Fridays For Future Uganda, Vanessa Nakate, über die Auswirkungen des Klimawandels im globalen Süden sprechen und für eine inklusivere Form des Klimaaktivismus plädieren.

 

Vandana Shiva ist eine indische Wissenschaftlerin, Anti-Globalisierungs-Autorin und Umweltaktivistin, die sich für biologische und ökologische Landwirtschaft und den Schutz der Biodiversität, Saatgutsouveränität und für soziale Gerechtigkeit einsetzt. Im Jahr 1982 gründete sie die Forschungsstiftung für Wissenschaft, Technologie und Politik der natürlichen Ressourcen, die sich mit nachhaltigen Methoden der Landwirtschaft befasst.

 

Als erste „Fridays For Future“-Aktivistin in Uganda und Gründerin der „Rise Up“-Bewegung versucht Vanessa Nakate, die Stimmen von Klimaaktivist*innen aus ganz Afrika zu stärken. Sie leitete auch eine Kampagne zur Rettung des Regenwaldes im Kongo und arbeitet derzeit an einem Projekt zur Installation von Solaranlagen und Öfen in Schulen.

 

Ein Projekt von IIPM und NTGent, in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin, Medico International, Merve Verlag, European Alternatives und gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

 

Die zweite Episode „Die Welt wieder bewohnbar machen“ wird mit Unterstützung des Bayrischen Rundfunks und Prohelvetia realisiert.

 


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


  „Wartet nicht, bis ihr eure großen Drehbühnen und eure 500 Darsteller in Fatsuits zurückhabt“, sagte Milo Rau der New York Times vergangene Woche in einem Text zur Rolle des Theaters nach Corona. „Das Theater kann parallel zur kapitalistischen Ausbeutung Formen der Solidarität und der Gemeinsamkeit schaffen“, so der Schweizer Regisseur in einem Film im […]


preview

„Dieser Wahnsinn muss aufhören“ – Kay Sara und Milo Rau eröffnen die Wiener Festwochen & starten „School of Resistance“

 

„Wartet nicht, bis ihr eure großen Drehbühnen und eure 500 Darsteller in Fatsuits zurückhabt“, sagte Milo Rau der New York Times vergangene Woche in einem Text zur Rolle des Theaters nach Corona. „Das Theater kann parallel zur kapitalistischen Ausbeutung Formen der Solidarität und der Gemeinsamkeit schaffen“, so der Schweizer Regisseur in einem Film im deutschen Fernsehen zu seiner Arbeit. In der italienischen Repubblica präzisierte er: „Wir müssen diese Krise wirklich denken und in eine neue, demokratische Art, Kunst zu machen übersetzen.“

 
Aber wie können wir die Zukunft gestalten, ohne in alte, zerstörerische Muster zu verfallen? In zahlreichen Livestream-Gesprächen mit u. a. dem Globalisierungskritiker Jean Ziegler, dem kroatischen Philosophen Srecko Horvat, dem New Yorker Segal Center oder dem italienischen Aktivisten Lorenzo Marsili skizzierten Rau und seine Mitarbeiter*innen in den letzten Wochen Ideen für eine aktivistische Kunst, die sich aus den aktuellen Erfahrungen heraus neu entwirft.

 
Daraus und aus früheren Kontakten und Netzwerken ist nun ein Thinktank entstanden, eine Plattform für Expert*innen des Wandels: die School of Resistance. Gemeinsam mit dem NTGent, der Akademie der Künste, medico international, dem Merve-Verlag und mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes wird das IIPM ab diesem Samstag mit wechselnden weiteren Partnerorganisationen der Frage nach einer nachhaltigen Zukunft nachgehen: in einem zweiwöchigen Debatten-Format mit Künstler*innen, Aktivist*innen und Politiker*innen aus der ganzen Welt.

 
Die erste Episode „Dieser Wahnsinn muss aufhören“ wird diesen Samstag, 16. Mai, 18:00 Uhr (MEZ) live übertragen und ist zugleich digitale Bühne der Eröffnung der Wiener Festwochen. Der Abend startet mit einer kämpferischen Rede der indigenen Amazonas-Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara (Brasilien), die am gleichen Tag in Zeitungen in ganz Europa abgedruckt wird. Gefolgt ist ihre Rede von einer Diskussion mit der Künstlerin Tania Bruguera (Kuba) und Milo Rau, moderiert von der niederländischen Kuratorin Lara Staal.

 
Alle Informationen zum Event und zu den Teilnehmer*innen finden sie hier zum Download. Den Stream können Sie auf den Facebook-Seiten von IIPM oder NTGent, auf den Seiten unserer Partner oder hier verfolgen.

 
Nach der ersten Episode anlässlich der Eröffnung der Wiener Festwochen findet die School of Resistance jeweils zweiwöchentlich am Donnerstag statt. Nächster Termin: 28. Mai, 17:00 Uhr (MEZ), Gäste: Vandana Shiva (Umweltaktivistin, Indien) und Vanessa Nakate (Fridays for Future, Uganda).

 


Debattenreihe


preview

School of Resistance

Debattenreihe

(mehr …)


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


Der Gerty-Spies-Literaturpreis geht im Jahr 2020 an Milo Rau, wie gestern bekannt wurde. „Die Jury wählte Milo Rau aus, weil er wie kein anderer Kunst, Literatur und Politik verbindet“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ging zuletzt im Jahr 2017 an den Schriftsteller Ralf Rothmann, zu den bisherigen Preisträger*innen zählen u. a. […]


preview

Gerty-Spies-Literaturpreis 2020 an Milo Rau

Der Gerty-Spies-Literaturpreis geht im Jahr 2020 an Milo Rau, wie gestern bekannt wurde. „Die Jury wählte Milo Rau aus, weil er wie kein anderer Kunst, Literatur und Politik verbindet“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ging zuletzt im Jahr 2017 an den Schriftsteller Ralf Rothmann, zu den bisherigen Preisträger*innen zählen u. a. die Autoren Navid Kermani, Juli Zeh, Günter Wallraff, Eva Menasse und Christoph Hein.

 

Milo Rau ist der erste Regisseur und Dramatiker, der mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis ausgezeichnet wird. „Kunst und Theater waren immer auch politisch, angefangen vom Theater der griechischen Antike bis hin zu Friedrich Schiller und Bertolt Brecht. Augusto Boal, Thomas Bernhard, Christoph Schlingensief oder Heiner Müller stehen ebenfalls für diese Verbindung. Heute ist dies der Regisseur und Autor Milo Rau“, so begründet die Jury ihre Wahl. Es ist geplant, dass die Preisverleihung am 24. Mai 2020 – vorbehaltlich der weiteren Entwicklung  der Corona-Krise – stattfindet.

 

Milo Rau musste derweil vergangene Woche die Arbeit am dritten Teil seiner Antiken-Trilogie – „Antigone im Amazonas“ aufgrund des Ausbruchs der Krankheit in Brasilien unterbrechen. Über das Projekt, für das Rau und das IIPM mit der brasilianischen Landosenbewegung zusammenarbeiten, veröffentlichte der Regisseur in verschiedenen Zeitschriften in deutscher, französischer, italienischer und niederländischer Sprache einen ausführlichen Essay. „Die Philosophie der kommenden Zeit wird aus den Wäldern kommen, aus den Favelas und den Banlieues, von den besetzten Häusern und Monokulturen“, so schreibt der Regisseur in dem heftig debattierten Beitrag.


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


„Konfrontiert mit Faschisten gibt es nur zwei Möglichkeiten: ihre Zukunft. Oder eine Zukunft ohne sie“, so Milo Rau vergangenes Wochenende in seiner Zeitungs-Kolumne, die seit bald 8 Jahren seine Inszenierungen als Logbuch begleitet. Nach seinen weltweit debattierten Inszenierungen „Orest in Mossul“ in der ehemaligen Hauptstadt des Islamischen Staats und dem aktivistischen Jesus-Film „Das Neue Evangelium“ […]


preview

„Gegen den globalen Faschismus“: Milo Rau inszeniert „Antigone im Amazonas“

„Konfrontiert mit Faschisten gibt es nur zwei Möglichkeiten: ihre Zukunft. Oder eine Zukunft ohne sie“, so Milo Rau vergangenes Wochenende in seiner Zeitungs-Kolumne, die seit bald 8 Jahren seine Inszenierungen als Logbuch begleitet. Nach seinen weltweit debattierten Inszenierungen „Orest in Mossul“ in der ehemaligen Hauptstadt des Islamischen Staats und dem aktivistischen Jesus-Film „Das Neue Evangelium“ in den süditalienischen Flüchtlingslagern reisen Milo Rau und sein Team für die „Antigone im Amazonas“ nach Brasilien ins Amazonasbecken.
 
Zusammen mit Indigenen, Aktivist*innen und Schauspieler*innen aus Brasilien und Europa entsteht dort auf einem von der Landlosenbewegung MST besetzten Landstück Sophokles’ klassische Tragödie neu: als blutiges Aufeinandertreffen von traditioneller Weisheit und globalem Turbokapitalismus, als Epos des Kampfes der Menschheit gegen ihren selbst verschuldeten Untergang in Profitgier, Verblendung und Hybris. Denn mit dem von Präsident Bolsonaro lautstark unterstützten Angriff des brasilianischen Agrobusiness auf den größten zusammenhängenden Urwald der Erde ist nicht nur die „grüne Lunge“ des Planeten von der finalen Zerstörung bedroht – sondern auch die dort lebenden Völker und ihre jahrtausendealten Traditionen.
 
„Jetzt ist es an der Zeit, unsere Wahrheit zu verkünden“, wie die indigene Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara in der Pressemappe zu „Antigone im Amazonas“  schreibt – die erste indigene Frau überhaupt, die diese wohl berühmteste Widerstandskämpferin der klassischen Tragödienliteratur spielt. „In diesem Kampf werden vier Frauen durch mich sprechen: die Figur Antigone, ich als Person und Künstlerin, als Frau und als Indigene“, so Kay Sara weiter. Die Inszenierung gipfelt im November 2020 in einem Reenactment des größten Massakers der brasilianischen Polizei an landlosen Bauern an Ort des Verbrechens selbst: auf einer dafür besetzten Bundesstraße durch den Amazonas.
 
Mehr über die politischen und künstlerischen Hintergründe des Projekts – und seine Fortsetzung in Europa und Brasilien – erfahren sie in der Pressemappe oder im kürzlich im Verbrecher Verlag erschienenen Band „The Art of Resistance“. Alle Termine der tourenden Stücke des soeben mit der Ehrendoktorwürde der Universität Gent (Belgien) ausgezeichneten Milo Rau finden Sie auf den Seiten des IIPM und des NTGent.
 
„Global denken, lokal handeln“: Ein interessantes Porträt unter diesem Titel über Milo Raus aktuelle Arbeiten, in dem er auch auf die Hintergründe von „Antigone im Amazonas“ eingeht, finden Sie unter folgendem Link.


Warning: sizeof(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00bb9f2/wordpress/wp-content/themes/iipm/index.php on line 16


Wohl noch kein Stück von Milo Rau hat zu solch leidenschaftlichem Lob und zugleich zu so starker Ablehnung geführt wie „Familie“, das am 4. Januar 2020 am NTGent Premiere feierte. Eine echte Familie spielt darin eine Familie, die aus mysteriösen Gründen Selbstmord begeht – und damit den Sinn des Lebens überhaupt in Frage stellt. Eine […]


preview

Kritikerstreit um „Familie“ / Milo Rau inszeniert „Antigone im Amazonas“ / Dramaturgenkongress in Gent

Wohl noch kein Stück von Milo Rau hat zu solch leidenschaftlichem Lob und zugleich zu so starker Ablehnung geführt wie „Familie“, das am 4. Januar 2020 am NTGent Premiere feierte. Eine echte Familie spielt darin eine Familie, die aus mysteriösen Gründen Selbstmord begeht – und damit den Sinn des Lebens überhaupt in Frage stellt. Eine „säkulare, finstere Messe“ sah der englische Guardian, „gespielt wie ein langsames Stück von Bach“ und verteilte 5 von 5 Sternen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erlebte einen Abend von „poetischer Kraft“ und sah den Zuschauer „mit den Rätseln der Welt“ konfrontiert, Nachtkritik erlebte eine „psychologisch ausserordentlich dichte Inszenierung“, Libération sah „das Schreckliche aus dem Hyperalltäglichen“ erstehen, die Kritikerin von Focus Knack verließ das Theater gar „weinend“. Le Soir titelte „Milo Raus Skalpell schlägt wieder zu“, und die niederländische Tageszeitung Trouw resümierte: „Das ist die Magie des Theaters und die schwer fassbare Realität in einem. Selten wurde das Unverständliche so eindrucksvoll ins Theater übersetzt.

 

Doch nicht alle ließen sich durch die „erschütternde Vorstellung“ (De Volkskrant) über den „nihilistischen“ (De Morgen) Inhalt der Inszenierung hinwegtrösten. Während die New York Times einen „Einschlag nahe der Heimat“ erduldete und rekto:verso „diese Familie (als) die ganze Menschheit“ und ihren Suizid als „unseren kollektiven Selbstmord“ erkannte, fragte sich die deutsche ZEIT, ob diese „finstere Alternative zu Fridays for Future“ nicht „vielleicht sogar eine Sünde“ sei. Die Süddeutsche Zeitung fühlte sich von den „Schauereffekten“ des „kontralogischen“ Stücks gepeinigt und vermisste „den kleinsten Hinweis auf das Warum?“ „Geht Milo Rau diesmal zu weit?“, titelte De Standaard in Vertretung vieler Zuschauer, worauf der französische Schriftsteller Edouard Louis in der gleichen Zeitung die Inszenierung verteidigte: „Der Kern des Theaters ist der gleiche wie in der Literatur: zu zeigen, was schwer zu zeigen ist. Theater sollte kein sicherer Ort sein.“ Milo Rau selbst stellt sich seinen Kritikern am 25.1. in einer öffentlichen Debatte am NTGent, bevor das Stück weiter nach Paris, Berlin, Zürich, New York und an viele weitere Orte tourt.

 

Wenn „Familie“ Raus bisher intimstes Stück war, so laufen die Vorbereitungen für sein vielleicht politischstes bereits auf Hochtouren: „Antigone im Amazonas“. Zusammen mit Indigenen, Aktivist*innen und Schauspieler*innen entsteht Sophokles’ „Antigone“ auf einem besetzten Landstück im brasilianischen Amazonas neu: als blutiges Aufeinandertreffen von traditioneller Weisheit und globalem Turbokapitalismus, als Epos des Kampfs der Menschheit gegen ihren selbst verschuldeten Untergang in Profitgier, Verblendung und Hybris. Als Antigone ist, zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters, eine indigene Schauspielerin zu sehen, der Chor der Tragödie besteht aus Überlebendenden des bisher größten Massakers der brasilianischen Polizei an Landlosen, Theiresias wird von der südamerikanischen Schauspieler- und Aktivistenlegende Zé Celso gespielt. Die Inszenierung feiert am 17. April 2020 Premiere: auf einer besetzten Bundesstraße durch den Amazonas, an Tag und Ort des Massakers.

 

Doch bevor Raus Team in den Amazonas fährt, lädt es noch einmal ans NTGent: unter dem Titel „Common. Allies, Activists and Alternatives in European Theatre“ findet die Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft in Gent statt, „der Stadt, die sich durch programmatische Weichenstellungen zu einer Art Zukunftslabor des europäischen Theaters entwickelt“. Vom 6. bis 9. Februar debattieren mehrere hundert Künstler*innen, Aktivist*innen und Intellektuelle über Widerstand und Teilhabe, institutionellen Umbau sowie politische und künstlerische Revolten: Zu sehen sind Stücke, Performances und Opern u. a. von Luanda Casella, Dalilla Hermans, Ersan Mondtag, Action Zoo Humain oder Milo Rau. Exklusiv zur Jahreskonferenz, die zum ersten Mal seit 25 Jahren im Ausland stattfindet, erscheint in Zusammenarbeit mit dem Berliner Verbrecher Verlag zudem das 4. „Golden Book“ des NTGent: „The Art of Resistance“, ein Reader zu globalen Praktiken des Widerstands, herausgegeben von Stefan Bläske, Luanda Casella, Milo Rau und Lara Staal.