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Mit „Breiviks Erklärung“ und „Power and Dissent“ in die Spielzeit 2012/13

Während die Saison 2011/12 mit einer guten Nachricht zu Ende geht – Milo Rau wurde dieser Tage mit insgesamt 2 Voten vom Deutschen Bühnenverein knapp hinter Michael Thalheimer (3 Voten) auf den zweiten Platz in der Sparte „Beste Schauspielregie“ der Saison 2011/12 gewählt – steht das Programm für die Spielzeit 2012/13 bereits fest: Der szenische Kongress Power and Dissent, die erste Station des IIPM-Grossprojekts Die Moskauer Prozesse, findet vom 19. bis 21. Oktober 2012 am DNT Weimar statt – u. a. mit einer Voraufführung von Breiviks Erklärung.

 

Zu Gast sind u. a. der ehemalige CIA-Agent Glenn L. Carle, der Sozialpsychologe Harald Welzer, der Rechtstheoretiker Kai Ambos, der Universalkünstler Bazon Brock, die Historiker Gerd Koenen und Irina Scherbakowa, der Philosoph Michail Ryklin, der Soziologe Oliver Marchart, die Kulturphilosophin Elena Volkova, der Regisseur Georg Genoux, die Slawistin Sylvia Sasse, die Kunsthistorikerin Sandra Frimmel, die Kuratorin Inke Arns, der Theaterwissenschaftler Patrick Primavesi, der Performer Amund Smolje Sveen, die Gefängnisarchitektin Andrea Seelich, die Spezialisten für operative Psychologie Klaus Behnke und Holger Richter  – und viele Gäste mehr.

 

Im Parallelprogramm gibt es Folter durch Musik, öffentliche erste Filmaufnahmen zu Die Moskauer Prozesse und eine Preview auf die Performance Breiviks Erklärung, die anschliessend auf dem Monologfestival 2012 in Berlin uraufgeführt wird. Als Anders B. Breivik zu sehen ist die Schauspielerin Sascha Ö. Soydan. Die Performance ist zugleich der Auftakt des für 2013/14 geplanten Werkzyklus You will not like what comes after America

 

Bis es soweit ist, tourt „Hate Radio“ weiter, vom 17.-19. August ist die IIPM-Produktion am Noorderzon Festival Groningen zu sehen, vom 19.-21 September am brut Wien, vom 4.-7. Oktober am Kampnagel Hamburg und am 9. und 10. Oktober am Apollo Theater Siegen. Im November geht es Dezember geht es für 10 Vorstellungen nach Paris ans Théâtre à la Villette, dann u. a. wieder in die Schweiz, nach Norwegen, Dänemark, Portugal und Japan. Zudem ist das IIPM zu Herbstbeginn auf verschiedenen Kongressen vertreten, u. a. am 18. Hörspielforum NRW und an der Zürcher Tagung „Künstlerische Darstellungsformate im Wandel“.

 

Ebenfalls auf Herbst erscheint im Verlag „Theater der Zeit“ der Sammelband zur IIPM-Produktion „City of Change“, der „Hate Radio“-Film geht in die letzte Drehphase. Die erstaunlichste, wenn auch nicht vom IIPM produzierte Premiere wird aber, bis am 19. Oktober das Grossprojekt „Die Moskauer Prozesse“ mit „Power and Dissent“ startet, in Köln gefeiert: Hier präsentiert das „Freie Werkstatt Theater Köln“ am 22. September eine Re-Inszenierung von „Hate Radio“ – mit deutschen Schauspielern und auf deutsch.

 

Vormerken kann man sich auch bereits folgende Premieren: die beiden IIPM-Schauprozesse in Moskau (1.-3. März, Sacharow-Zentrum Moskau) und in Zürich (4.-5. Mai, Theater Neumarkt Zürich) – jeweils in Landessprache und mit Synchronübersetzung.

 

Zu den „Moskauer Prozessen“ entsteht ein Film. Erstmals in Anwesenheit der Beteiligten aufgeführt wird er vom 14.-16. März 2013 am Theaterhaus Gessnerallee Zürich, in Koproduktion mit dem Institute for the Performing Arts and Film (ipf/ZHdK). Höhe- und Schlusspunkt der Saison ist eine 10tägige IIPM-Ausstellung in den Vidmarhallen des Stadttheaters Bern (5.-15 Juni). Hier laufen die Weimarer Verhöre, die Moskauer und die Zürcher Prozesse in einer grossen Videoinstallation zusammen unter dem enigmatischen Titel „Der dunkle Kontinent“.

 

Wir freuen uns auf die nächste Spielzeit – und wünschen allen Partnern, Unterstützern und Freunden des IIPM einen schönen Sommer!

 

 

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